Die Geschichte der Banane.
Eine Pflanze erobert die Welt.
Von Asien nach Lateinamerika.
Die Heimat der Banane ist vermutlich Südostasien. Schon im 6. Jahrhundert vor Christus wird die Frucht zum ersten Mal in buddhistischen Schriften erwähnt. Nach und nach verbreiteten Händler und Reisende die gelbe Frucht immer weiter in angrenzende Nachbarländer. Schließlich brachten im 16. Jahrhundert spanische Missionare sie von den Westindischen Inseln übers Meer nach Mittel- und Südamerika, wo auch heute unsere größten und wichtigsten Anbauer tätig sind.
Die Bananenpflanze.
Die Bananenpflanze ist ein sehr großes mehrjähriges Kraut aus der Familie der Lilien, Orchideen und Palmen. Über 500 Sorten gibt es von ihr. Aus dem Rhizom, der Wurzelknolle, entwickelt sich innerhalb von ca. 9 Monaten eine 3 bis 6 Meter hohe Staude. Einige Sorten werden sogar über 9 Meter hoch. Damit ist die Bananenstaude die größte Pflanze der Welt ohne hölzernen Stamm!
Darum ist die Banane krumm.
Ein und dieselbe Wurzelknolle produziert ununterbrochen neue Schösslinge, die in einer riesigen Knospe mit langem Stengel enden. Dort legen sich in doppelten Querreihen weitere kleine Knospen an, die alle in Richtung Boden zeigen.
Aus diesen kleinen Knospen werden Bananen. Sobald sie dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, wachsen ihre Spitzen nach oben – immer der Sonne entgegen. Und deshalb ist die Banane krumm. Dieses Phänomen nennt man auch den „negativen Geotropismus“.*
Der Weg der Banane.
Von der Plantage in den Einkaufskorb.
Das Wachstum.
Bananen wachsen in Regionen mit tropisch-feuchtem Klima. Unsere Bananen kommen hauptsächlich aus Zentral- und Mittelamerika, wo auf vielen Farmen schon seit 50 bis 100 Jahren Bananen angebaut werden. Damit auch in den nächsten 100 Jahren gesunde Bananen auf demselben Boden wachsen können, muss man schonend mit ihm umgehen. Dafür setzen wir uns ein.
Allgemein haben sich die Anbaupraktiken über die Zeit sehr verändert. Besonders in diesem Jahrhundert hat sich viel getan, so wie bei uns. Alle Fyffes Plantagen unterliegen unserem freiwilligen „Code of Best Practice“ und setzen schon seit über 10 Jahren umweltschonende Prozesse ein. Immer mehr machen wir uns auch im ökologischen Anbau stark.
Die Ernte.
Bananen werden grün geerntet. Würden die Früchte an der Staude reifen, wäre ihr Geschmack mehlig. Erst das Abtrennen von der Staude bewirkt, dass die in ihr enthaltene Stärke sich in Zucker umwandelt.
Die Erntearbeiter legen Schaumstoff zwischen die einzelnen Reihen der Bananen, damit die empfindlichen Früchte sich nicht gegenseitig verletzen. Dann wird das Büschel mit einem extrem scharfen Messer gekappt und in der Seilbahn quer durch die Plantage zur Packstation transportiert.
Die 3 wichtigsten Merkmale für eine erntereife Banane:
- Alter der Bananenstaude, gemessen seit Erscheinen der Blüte
- Anzahl der Blätter, die die Haltbarkeit der Banane anzeigen
- Durchmesser der einzelnen Bananenfinger
Die Packstation.
Sind die Bananenbüschel geerntet, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn mit der Ernte hat der Prozess zur Genussreife begonnen. Trotz der gebotenen Eile müssen die Bananen äußerst vorsichtig behandelt werden: Schon der geringste Druck kann braune, unansehnliche Stellen auf den sensiblen Früchten verursachen.
In der Packstation erfolgen gründliche Eingangskontrollen, in denen u.a. die Größe und der Durchmesser sowie Beschädigungen an der Schale kontrolliert werden. Denn nur die Banane, die genau den hohen Anforderungen von Fyffes gerecht wird, kommt ins säubernde und kühlende Wasserbad.
Die strikten Kontrollen auf allen Stationen garantieren, dass nur die Bananen mit der besten Qualität das blaue Fyffes Label erhalten.
Die große Reise.
Den langen Weg nach Europa treten Fyffes Bananen in speziellen Kühlschiffen an. Dort werden sie bei einer Temperatur von 13°C in einen „Winterschlaf“ gelegt, um den Reifeprozess zu stoppen.
Nach der Ankunft in Europa wandern die Bananen in spezielle Reifezentren. Dort erfolgt eine weitere Qualitätskontrolle. Dann werden die Bananen mit Hilfe von Äthylen, einem natürlichen Gas, das die Pflanze auch selbst produziert, aus ihrem „Winterschlaf“ geweckt. In 4 bis 6 Tagen reifen die grünen harten Bananen zu gelben leckeren Früchten heran.
Je nach Wunsch des Händlers werden die Bananen in einer der international geltenden Farbstufen ausgeliefert. Normalerweise verlassen die Bananen in Farbstufe 4 die Reiferei und werden gelb-grün an den Lebensmittelhandel ausgeliefert.
Beim Reifeverfahren ist nochmal viel Fingerspitzengefühl angesagt: Denn dieser Veredlungsprozess ist entscheidend für den typisch vollen Geschmack von Fyffes Bananen, der von unseren Kunden so geschätzt wird.
Banane? Aber Bio!
Fyffes steht für natürlichen Genuss – deshalb haben wir Bio-Bananen in unserem Sortiment. Erkennungszeichen ist das seit 2008 überarbeitete Fyffes Bio-Logo.





