Meeresschildkröten-Projekt

Unglaublich faszinierend. Unglaublich groß.
Und leider: extrem gefährdet.

Das San San-Pond Sak-Schildkröten Projekt in Panama

Respekt: Die größten Schildkröten der Welt können bis zu 2 Meter lang werden. Aber das nur, wenn sie es schaffen, als winzige Jungtiere sicher zurück ins Meer zu gelangen. Und genau dabei wird ihnen von unserem langjährigen Partner in Panama, der großen Bananengenossenschaft COOBANA, geholfen. COOBANA unterstützt das örtliche Naturschutzzentrum und auf diese Weise patrouillieren jedes Jahr mehrere Monate Hunderte von Freiwilligen an den Stränden Panamas, um den Erhalt der Meeresschildkröten zu unterstützen. Jedes Jahr werden so über 12.000 Eier gerettet und in der Regel gelangen über 8.100 Baby-Schildkröten sicher ins Meer zurück.

Wir stellen vor: COOBANA

Fyffes arbeitet in Mittel- und Südamerika mit unterschiedlichen Bananenanbauern zusammen. Dabei ist es uns sehr wichtig, dass wir zusammen mit unseren Partnern vor Ort die gleichen Werte teilen und so uns auch gemeinsam für die Gemeinden vor Ort und die Umwelt engagieren können. In Panama arbeiten wir in der Region Changuinola eng mit COOBANA zusammen, die sich auf den Anbau von Fairtrade-Bananen spezialisiert hat. Changuinola liegt im Nordosten von Panama, einer wirklich wunderschönen Region voller atemberaubender Flora und Fauna.

Ganz in der Nähe befindet sich die beeindruckende Feuchtlagune San San-Pond Sak. Hier leben spannende Tiere wie Papageien, Falken, Reiher, westindische Seekühe, Faultiere, Leguane, Affen, Meeresschildkröten und Schlangen. Wenn Du die Chance haben solltest, Dir dieses Fleckchen Erde anzuschauen, solltest Du auf jeden Fall eine kleine Bootstour unternehmen, um all diese wunderschönen Tiere aus nächster Nähe bewundern zu können.

Mitten in diesem Paradies unterstützt COOBANA das lokale Naturschutzzentrum, die Artenvielfalt in der Region besser bewahren zu können. Ein gemeinsames Projekt ist der Schutz der größten Schildkröten der Welt, der Leatherback. Leider ist die Leatherback-Population in vielen Teilen der Welt extrem rückläufig und Ei-Plünderung ein großes Problem. Ein Team aus der Technischen Universität von Bocas del Toro, der Universität von Panamá, dem Umweltministerium, Panamá Verde und COOBANA hat deshalb ein spezielles Programm ins Leben gerufen, um die Leatherbacks zu schützen, wenn sie am Strand von San San-Pond Sak nisten.

Schon gewusst?

Groß, größer, am größten: Leatherbacks sind die größten Schildkröten auf der Erde, die über 2 Meter lang werden und 600 kg wiegen!

Der Name ist Programm: Während alle anderen Meeresschildkröten harte, knochige Panzer haben, ist der tintenblaue Panzer des Leatherbacks etwas flexibel und durch tausende winziger Knochenplatten verstärkt, die ihn "ledrig" aussehen lassen, daher auch der Name...

Tauchen vom Feinsten: Leatherbacks können bis zu einer Tiefe von 1.250 Metern tauchen - tiefer als jede andere Schildkröte - und können bis zu 85 Minuten am Boden bleiben.

Worum geht es beim Programm?

Nach der Paarung auf See kommen Leatherback-Weibchen während der Brutzeit an Land, um zu nisten. Das nächtliche Ritual beinhaltet das Ausgraben eines Loches im Sand, das Ablegen von etwa 80 Eiern, das Füllen des Nestes, das Verlassen einer großen, aufgewühlten Sandfläche, damit und schließlich die Rückkehr ins Meer. Während dieser Zeit sorgt ein riesiges Team von Freiwilligen für den Schutz der Nester, um die Anzahl der Überlebenden zu erhöhen.

Rund 184 Kontrolltage werden jedes Jahr durchgeführt - mit Unterstützung von nationalen und internationalen Freiwilligen, an denen insgesamt 229 Personen teilgenommen haben.

Auch eine spezielle Aufzuchtstation wurde vorbereitet: 10 m² Land wurde ausgewählt, markiert und gereinigt. Dann wurde eine 1 Meter tiefe Grube gegraben, wo die Sandsiebe aufgestellt wurden und das Land eingezäunt wurde.

Darüber hinaus wurde speziell für Schüler aus der Region ein Programm entwickelt, um sie für das Thema zu sensibilisieren.

Das Ergebnis

Im Jahr 2017 wurden über 12.000 Eier geschützt und über 8.100 Baby Schildkröten konnten so auf sicherem Wege wieder zurück ins Meer gelangen. Wie großartig ist das?